Black Forest Open 2009
 
   
   
 
 
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Angeschlagener Christophe Rochus unterliegt Brasilianer Flavio Saretta Drucken E-Mail
29.08.2008

Wer Flavio Saretta bis gestern noch nicht auf dem Radar als möglichen Siegesanwärter bei den 13. Black Forest Open hatte, muss umdenken. Spätestens mit dem Achtelfinalsieg gegen den an Nummer eins gesetzten Christophe Rochus gehört der Brasilianer zum engeren Favoritenkreis. Das vorzeitige Ausscheiden des belgischen Daviscupspielers gegen den ebenfalls bereits mehrfach in der Auswahl seines Landes angetretenen Südamerikaner kam allerdings für Insider nicht ganz überraschend.

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Rochus laboriert an einer schmerzhaften Bandscheibenverletzung, die bereits ein vorzeitiges Ende des Matches befürchten ließ. Aber auch sein Gegner ist nach einer längeren Verletzungs-Auszeit wegen einer Blessur am Arm nach neunmonatiger Pause erst kürzlich wieder auf die Tour zurückgekehrt. Am Ende hielt der Topgesetzte zwar durch, hatte aber gegen das D-Zug-Tennis von Flavio Saretta auf Vor- und Rückhand letztlich keine Chance. Breaks zum 1:0 und 4:1 brachte der 2003 bereits auf Platz 44 der Weltrangliste befindlichen Saretta nach einer halben Stunde den ersten Satz. Der zweite Durchgang begann ausgeglichen. Das erste Break gelang dem Brasilianer, 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen im Einzel an Andy Roddick gescheitert, zum 4:2. Christophe Rochus konterte zwar postwendend mit einem Rebreak, gab aber sofort wieder sein Service vorentscheidend zum 5:3 ab. Mit dem dritten Matchball machte Flavio Saretta mit 6:1, 6:3 den Viertelfinaleinzug perfekt, - und legt unmittelbar danach mit seinem Landsmann Daniel Silva auf dem Nebenplatz noch eine kurze Trainingseinheitein. Nils Langer hatte dagegen in seinem ersten Zweitrunden-Match bei einem Challenger-Turnier nicht unerwartet Lehrgeld bezahlen müssen . In einer weitgehend einseitigen Begegnung verlor die Nachwuchshoffnung vom TC Waiblingen 1:6,2:6 gegen Matthias Bachinger. »Ich hatte mir eigentlich mehr erhofft«, zeigte sich der 18-Jährige nachher enttäuscht und suchte nach Gründen für die in dieser Höhe nicht erwarteten Niederlage. »Wahrscheinlich habe ich zu viele unerzwungene Fehler gemacht«, sinnierte der jüngste Spieler im Hauptfeld. Dieses Manko nutze der der 21-jährige Bachinger konsequent aus und hielt seine eigene Fehlerquote gering. Bachinger beschäftigte Langer vorwiegend auf dessen Rückhandseite, wo dem Waiblinger die meisten Fehler unterliefen. »Da war er oft zu spät am Ball«, analysierte Verbandstrainer Günther Metzger nachher. Erst beim Stand von 0:5 im ersten Satz gewann die WTB-Hoffnung sein erstes Spiel, und im zweiten Satz gelangen ihm sogar zwei Spielgewinne. »Das Match war für ihn ein gute Erfahrung«, fand Metzger am Ende tröstende Worte. Als letzter Spieler zog gestern der an Nummer drei gesetzte Yuri Schukin in das Viertelfinale gegen Bohdan Ulihrach (siehe »Spiel des Tages«) ein. Das bislang schwächste Spiel auf dem Center Court wurde geprägt von vielen Fehlern des Kasachen und seines deutschen Gegners Dominik Meffert. Meffert hatte lediglich Mitte des zweiten Satzes bei einer Breakchance beim Stand von 2:3 eine kleine Chance, konnte sie aber nicht nutzen. Danach stopfte Dominik Meffert seinen lädierten Schläger frustriert in die Kühlbox und hatte selbst bereits im ersten Satz den besten Kommentar zur mit 2:6, 2:6 verlorenen Partie parat: »Ich bin äußerst unzufrieden.«

Schwarzwäder Bote vom 29.8.2008

 
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