| Starke Australier und souveräner Brands |
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| 04.09.2009 | |
Clint Thomson unterliegt gesetztem James Ward nach unglücklichem Sturz /Joseph Sirianni weiterVon Arno SchadeBei den gestrigen Spielen des unteren Tableaus im Herreneinzel der 14. Black Forest Open blieben Überraschungen aus. Von den noch drei im Turnier befindlichen gesetzten Spielern dieser Hälfte hatte einzig der Brite James Ward einige Probleme, das Viertelfinale zu erreichen. Am Vorbild des topgesetzten Florian Mayer orientierte sich bei seinem zweiten Auftritt in Freudenstadt gestern Abend Daniel Brands. Der an Nummer zwei notierte Deutsche studierte einige Spiele lang seinen Gegner Martin Klizan, um den Slowaken dann über seine deutlich schwächere Rückhandseite zu knacken. Das Break zum 5:4 war die logische Folge, und nachdem Brands den ersten Satz mit 6:4 gesichert hatte, war er dank seinen Aufschlägen und der krachenden Vorhand klarer Chef auf dem Platz. Zwar leistete er sich nach einem weiteren Break zur frühen 1:0-Führung noch einen kleinen Durchgänger und gab seinerseits das Service zum 2:2 ab. Doch Klizan konnte auch im darauf folgenden Spiel seinen Aufschlag nicht halten und musste trotz erbitterter Gegenwehr mit dem fünften Matchball zum 6:4 und 6:4 für Daniel Brands das Einzelturnier beenden. Ganz anders die Vorstellung des bei Mannschaftswettbewerben in Frankreich mit einigen bekannten Akteuren des Landes antretenden James Ward. Die Nummer 205 der Weltrangliste profitierte früher am Tag bei seinem Match im dritten Satz von einem Sturz seines bis dahin stark aufspielenden Gegners Clint Thomson. Der Australier knickte beim Stand von 3:2 und 30:30 um und musste von der Physiotherapeutin Kathrin Wiedmaier behandelt werden. Mit einem Verband am linken Fuß nahm der in Sydney geborene Australier die Partie zwar noch einmal auf, war aber sichtlich nicht mehr so schnell wie zuvor auf den Beinen. Vor allem im ersten Satz beeindruckte aber der für den TC Solingen spielende Linkshänder und beherrschte die Nummer sechs der Setzliste nach Belieben. James Ward holte gegen den druckvoll aufspielenden Thomson beim 0:3 den ersten und letztlich einzigen Punkt, steigerte sich über seinen starken Aufschlag dann aber in Durchgang zwei. Ein erstes Zu-Null-Spiel deutete die Wende an, ehe dem Engländer das Break zum 3:1 gelang. Mit einem souveränen Aufschlagspiel mit Klasse-Passierschlägen zum 4:2 deutete Clint Thomson zwar an, sich nicht kampflos ergeben zu wollen, musste den Durchgang aber abgeben. Anfangs des zweiten Satzes, den der ungesetzte Spieler mit einem Doppelfehler eröffnete, wogte die Partie dann hin und her. Die große Breakchance von Thomson beim 15:40 im dritten Spiel wehrte James Ward mit zwei starken ersten Aufschlägen ab. Dann kam das Missgeschick von Thomson, der nach seinem Sturz das Service zum 3:4 vorentscheidend abgab. Den fünften Matchball verwandelte Ward dann zum Einzug in die Runde der letzten Acht. Dieses Ziel zu diesem Zeitpunkt bereits problemlos erreicht hatte der an Nummer drei gesetzte Jan Hajek. Der irische Qualifikant Louk Sorensen hatte gegen den Tschechen beim 1:6 und 1:6 nie eine Chance. Ebenfalls in zwei Sätzen kam Joseph Sirianni weiter, womit Australien doch im Turnier vertreten bleibt. Der erste Satz verlief knapp, doch nach dem glatten 7;2 im Tiebreak machte Sirianni den Sack mit 6:2 schnell und deutlich zu. Mit Matthias Bachinger, Florian Mayer und Nils Langer versuchen heute drei weitere Deutsche den Einzug in das Viertelfinale. Die Ersteren haben es schwer, denn der an Nummer vier gesetzte Laurent Recouderc wird dem Vorjahresfinalisten Bachinger vermutlich ebenso alles abverlangen, wie »Aufschlag-Kanonier« Dustin Brown dem Bayreuther Mayer. Die Spiele auf dem Center Court werden eröffnet vom zweiten Spiel des Wildcard-Besitzers Nils Langer (TC Waiblingen), dem gegen den Österreicher Philipp Oswald gute Chancen eingeräumt werden können. |
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